Standort: Die Exoten gedeihen an hellen Plätzen wie Ost- und Westfenstern. Falterorchideen fühlen sich auch an Nordfenstern wohl. Wenn der Fensterbankplatz sehr schmal ist, darauf achten, dass die Blätter der Orchideen im Winter nicht direkt Kontakt mit der kalten Scheibe haben oder im warmen Luftstrom der Heizung stehen. Zu starke Sonneneinstrahlung schadet in jedem Fall. Ein häufig auftretendes Problem sind dann gelbe oder verbrannte Blätter und abgestorbene Triebe. Der Griff zur Schere ist aber nur bei vollständig abgestorbenen Stängeln, Trieben und Blättern sinnvoll.
Mit vergleichsweise wenig Licht kommen zum Beispiel die Orchideen der Gattung Paphiopedilum (Frauenschuh) und Phalaenopsis (Falterorchideen) aus. Sie vertragen auf keinen Fall die direkte Mittagssonne. Es gibt aber Arten, die nicht allzu empfindlich auf direkte Sonne reagieren, also auch am Südfenster stehen können. Dies sind beispielsweise die Arten und Kreuzungen der Gattung Cattleya und Vanda. Sie sind besonders lichthungrig.
Gießen: Weniger ist mehr, oft reicht einmal in der Woche (eher noch weniger). Das Gieß- oder Tauchwasser sollte immer zimmerwarm, abgestanden und möglichst kalkarm sein. Der Tauchvorgang nur so lang sein, bis sich das Substrat gut vollgezogen ist. Den Wurzelballen gründlich abtropfen lassen, damit das Wurzelwerk nicht in stehender Nässe im Übertopf leiden muss.
Dort, wo Orchideen kühler als 20 Grad stehen, sollten die Pflanzen nur zweimal im Monat mit Wasser versorgt werden. Was Orchideen fast immer mögen, ist ein zarter morgendlicher Sprühnebel mit lauwarmem Wasser, vor allen dann, wenn die Luftfeuchtigkeit am Standort unter 40 Prozent liegt. Was sehr oft der Fall sein wird.
Düngen: Es reicht völlig aus, während der Wachstumszeit alle zwei bis vier Wochen zu düngen. Unbedingt auf die richtige Dosierung achten, denn Orchideenwurzeln sind sehr salzempfindlich. Ein "normaler" Pflanzendünger ist nicht geeignet. Für aufgebundene Orchideen sollte die Düngung besonders niedrig konzentriert werden (0,5 g bzw. 0,5 ccm auf einen Liter Wasser; entspricht 1/2 Promille). Beim Abtrocknen könnte sonst sehr schnell eine zu hohe Salzkonzentration eintreten. Wenn das Laub an der Orchidee hell wird und sich gelblich färbt, kann das auch an Unterernährung liegen. Regelmäßige kleine Düngergaben lassen das Laub nach einer Zeit wieder grün werden, sofern das Gewebe noch nicht zu stark abgebaut hatte.
Umpflanzen: Orchideen sollten maximal alle zwei Jahre umgetopft werden. Sie brauchen spezielles, lockeres Orchideensubstrat, welches besonders wasserdurchlässig und luftig ist. Beim Umpflanzen wird zunächst die alte Erde vorsichtig abgeschüttelt. So können die freigelegten vertrocknete Wurzeln mit einer Nagelschere abgeschnitten. Der neue Topf darf nur so groß sein, dass das Wurzelwerk gerade hineinpasst. Am besten einen durchsichtigen Plastiktopf verwenden, denn so lassen sich die Wurzeln auf einen Blick überprüfen. Günstig zum Umtopfen ist die Zeit vom Spätwinter bis zum Sommer. Tipp: Viele Gärtnereien bieten einen Umtopf-Service für Orchideen an. |
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